"Homophobia"

Redaktion Von Redaktion
"Homophobia"
Nino Leitner

"Homophobia" ist ein Film über Angst, Selbstakzeptanz und dem Wunsch, dass alles besser wird. Das Werk des Österreichers Gregor Schmidingers feierte einige Tage vor dem internationalen Tag gegen Homophobie seine Weltpremiere in Wien. dbna zeigt euch den Film.

Kurz vor dem internationalen Tag gegen Homophobie hatte der Kurzfilm Homophobia seine Weltpremiere. Rund 600 Gäste besuchten die Erstaufführung im Wiener Gartenbaukino.

Über die Liebe zum eigenen Kameraden

Im Film, der vor allem in Linz (Österreich) gedreht wurde, geht es um einen Soldaten des österreichischen Bundesheers. Der junge Mann entdeckt nach und nach, dass er in einen seiner Kameraden verliebt ist. Beim nächtlichen gemeinsamen Dienst an der Grenze spitzt sich die Situation zu.

Selbstzweifeln und Homophobie

Der Film thematisiert vor allem die steigenden Selbstzweifel, die durch die aufkeimende Liebe geweckt werden. "Ist es richtig, was ich da fühle?", fragt sich die Hauptperson. Besonders wird auch das homophobe Umfeld, in dem die Geschichte spielt, beleuchtet.

Am Schwellpunkt zum Erwachsenwerden, isoliert von Familie und Freunden, ohne Privatsphäre und in einer übermaskulinen Umgebung entwickelt der Protagonist Michael Gefühle für seinen Kameraden Raphael. Für ihn selbst sind diese Gefühle neu und er weiß deshalb nicht, wie er damit umgehen soll. Hin und her getrieben zwischen Verlangen und Unterdrückung wirken sich Michaels Sehnsüchte und Ängste in Form von Alpträumen, die seinem Körper jegliche Energie ausrauben.

Finanzierung mit Unterstützung der Community

Das Projektteam hatte mehr als 10.000 $ durch Crowd Funding (Schwarmfinanzierung) über das Internet an Spenden gesammelt, um das Projekt umzusetzen zu können. Zusätzlich unterstützen öffentliche Einrichtungen die Filmcrew mit Förderungen.

Vor der Kamera standen junge talentierte Nachwuchsschauspieler, die sich intensiv einbrachten. Sie konnten einerseits Kameraerfahrung sammeln, standen aber auch zu hundert Prozent hinter der Aussage des Projektes und waren glücklich selbst etwas bewegen zu können.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!