"In deiner Haut": Crowdfunding für Kurzfilm

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
"In deiner Haut": Crowdfunding für Kurzfilm
Daniel Kulle

Regisseur Daniel Kulle plant einen experimentellen Kurzfilm über eine durchdigitalisierte und überwachte Welt, in der sich zwei Männer lieben. Dafür braucht er aber noch Unterstützung.

"In deiner Haut" soll der neue Kurzfilm von Daniel Kulle heißen. 20 Minuten lang, queer und "weniger Science-Fiction als ein surrealistisches Märchen über den Körper und seine Grenzen im postdigitalen Zeitalter", wie Daniel ihn selbst beschreibt.

Das klingt natürlich erst einmal genauso abstrakt wie vage. Doch das Vorstellungsvideo fürs Crowdfunding lässt erkennen, in welche Richtung es geht: "Der Film ist eine düstere Zukunftsvision über das Leben in einer durchdigitalisierten, überwachten Welt. Ein Film über die Haut, ein sehr experimenteller, ästhetischer Film. Und es ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern", erklärt der Regisseur.

Ein Gefühl, das jeder kennt: Sich nicht wohl in seiner Haut fühlen

Im Kurzfilm geht es um Max, der in der zukünftigen Überwachungsgesellschaft nicht sehr erfolgreich ist. Zum Ausgleich schafft er sich eine virtuelle Welt und mit ihr einen digitalen Märchenprinzen, auf den er all seine schwulen Sehnsüchte projizieren kann. Doch dummerweise hat Max seinen Traummann nach seinem Arbeitskollegen Ken modelliert. Als der das mitbekommt, schlüpft er empört, aber auch fasziniert in die digitale Hülle seines Doppelgängers und versucht, Max aus seiner Haut zu locken.



Daniel Kulle
Gioele Viola (l.) spielt Max, Ibrahim-Benedikt El-Akramy (r.) spielt seinen Traummann Ken.

Gioele Viola (l.) spielt Max, Ibrahim-Benedikt El-Akramy (r.) spielt seinen Traummann Ken.

Der Film will eine grundsätzliche Stimmung transportieren: Das Gefühl, sich nicht wohl in seiner Haut zu fühlen, das jeder von uns kennt. "In deiner Haut" spricht vor allem die schwule Community an, darüber hinaus aber auch alle, die sich mit digitaler oder postdigitaler Ästhetik auseinandersetzen oder die sich für das Thema virtueller Welten begeistern.

Erfolgreiches Crowdfunding

Damit der Film umgesetzt werden kann, braucht Regisseur Daniel Kulle noch Unterstützer. Denn Kamera, Objektive oder Beleuchtung sind teuer. Das ins Leben gerufene Crowdfunding ist bisher überaus erfolgreich: Über die Hälfte der Summe ist bereits erreicht. Wie immer geht keiner der Spender ein Risiko ein. Wird das Spendenziel nicht erreicht, erhält jeder sein Geld zurück.

Hier geht's zum Crowdfunding, wo du das Projekt unterstützen kannst.

 

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