Kreuz und queer

Redaktion Von Redaktion

Rose Troches Debütfilm "Go Fish" erlangte wegen seines nuancierten und fröhlichen Portraits einer lesbischen Liebe in den 90er-Jahren schnell Kultstatus.

Rose Troches Debütfilm "Go Fish" erlangte wegen seines nuancierten und fröhlichen Portraits einer lesbischen Liebe in den 90er-Jahren schnell Kultstatus. Deshalb waren viele überrascht, als in Kreuz und queer weit und breit keine einzige Lesbe in Sicht war.

Vielmehr begibt sich der Film auf die Spuren der turbulenten Beziehung des bisexuellen Leo zu seinen Freunden. Darunter befinden sich die geradlinige Sally, Darren sowie sein verheirateter Besitzverwalter und Liebhaber Jeremy.

Neben dem satirischen Tenor - Simon Callow als New-Age-Berater einer Männergruppe oder Hollanders und Weavings Schäferstündchen in den Häusern anderer Leute - bietet der Film auch eine nachdenkliche analytische Auseinandersetzung mit Sexualität. Die Fantasie-Sequenzen sind eher durchwachsen, aber an der fantastischen Ausstrahlung der Hauptcharaktere gibt es auch nicht den geringsten Zweifel. Besonders der überragende Hollander liefert mit seinen bissigen Einzeilern und einer Reihe extravaganter Tierhosen eine durch und durch glänzende Vorstellung.

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