Mein wahres Leben in der Provinz

Redaktion Von Redaktion

Zu seinem 16. Geburtstag bekommt Etienne eine Videokamera geschenkt. Mit ihr filmt er seinen Alltag. Nach einiger Zeit entdeckt Etienne aber Laurent, seinen Lehrer, und dieser erscheint immer öfter in seinen Aufnahmen...

Zu seinem 16. Geburtstag bekommt Etienne eine Videokamera geschenkt. Mit ihr filmt er seine Umgebung, seinen Alltag: Schule, Bummeln in der Stadt, sein Eiskunstlauf -Training. Alles ganz subjektiv, fast zufällig, ungeschminkt, direkt. Vor allem seine Mutter ist Anfangs im Zentrum der Aufmerksamkeit. Aber auch sein (ziemlich hübscher!) bester Freund Ludo wird von Etienne ständig mit der Kamera verfolgt. Besonders sein Sexualleben scheint für Etienne interessant: er fragt ihn regelmäßig vor der Kamera über seine - heterosexuellen - Eskapaden aus, oder filmt Ludo mit einer seiner Freundinnen. Nach einiger Zeit entdeckt Etienne aber Laurent, seinen Geografielehrer, und dieser erscheint immer öfter in seinen Aufnahmen. Etienne verfolgt ihn durch die Straßen, filmt ihn in den Pausen, während dem Unterricht. Was dabei in ihm vorgeht, kann man als Betrachter nur vermuten, aus der Art schließen, wie er filmt - schließlich sieht man quasi Etiennes Video-Tagebuch. Erst, als er Ludo fragt, ob es auch möglich ist, Jungs zu lieben, ist wirklich alles klar...

"Mein wahres Leben in der Provinz" ist eine wunderschöne Collage aus einzelnen Szenen, Sequenzen aus Etiennes Alltag, die nicht nur alle für sich selbst poetisch sind, sondern zusammen auch eine fabelhafte Geschichte ergeben. Nichts ist geschönt, geschminkt, scheint gestellt oder unrealistisch.

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Weitere Quellen: Edition Salzgeber