TIMM vor dem Aus

Redaktion Von Redaktion
TIMM vor dem Aus
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Beim schwulen Fernsehsender könnten bald die Lichter ausgehen. Nach derInsolvenzanmeldung der Betreiberfirma Deutsche Fernsehwerke GmbH istdie Existenz des Senders bedroht. Auch ist unklar, ob der Sendebtriebnoch aufrecht erhalten werden kann.

Bereits in den nächsten Tagen könnte Schluss sein mit dem ersten schwulen TV-Sender in Deutschland. Laut dem Medienportal dwdl.de droht der Satellitenbetreiber Astra damit, aufgrund ausstehender Zahlungen, dasSendesignal abzuschalten.

Am Mittwoch war die Webseite von Timm zeitweise nicht mehr zu erreichen und leitet auf die Präsenz der Betreiberfirma von Timm, der Deutschen Fernsehwerke GmbH (DFW), weiter. Der Grund hierfür soll aber Serverprobleme sein und habe nichts mit einem Ende des Senders zu tun.

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Eine der wenigen Eigenproduktionen - Die TIMMOUSINE

Eine der wenigen Eigenproduktionen - Die TIMMOUSINE

Vorausgegangen war ein Antragauf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Charlottenburg am Donnerstag letzter Woche. Hintergrund soll nach Angabendes Unternehmens ein "Nachfinanzierungsbedarf" beim weiteren Ausbau desschwulen Fernsehsenders "Timm" sein.

Ziel desInsolvenzverfahrens ist die Sanierung des Senders. Ein Gelingen dieserAktion ist allerdings nicht gesichert. Derzeit wird auch nochdiskutiert, ob Timm überhaupt während des Verfahrens seinenSendebetrieb durchgehend fortführen kann. Eine Äußerung dazu könnte innaher Zukunft erfolgen. Momentan läuft das Programm Timms ohneVeränderungen weiter.

Die weiteren Schritte werden unter der Führungdes vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Jürgen Wallner, Rechtsanwaltaus Berlin, abgestimmt. Dieser hat zu diesem Zweck Kontakt zu allenBeteiligten aufgenommen.

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TIMM setzt vorallem auf US-Produktionen, wie z.B. "Queer as Folk"

TIMM setzt vorallem auf US-Produktionen, wie z.B. "Queer as Folk"

Am. 1. November 2008 startete Timm alsFree-TV-Sender, der sich gezielt ein schwules Publikum anspricht. Damitfiel der Aufbau des Senders in die Zeit, als die Situation auf demWerbemarkt schon angespannt war und immer weiter verschärfte.

Zwarzeigte sich der Chef des Senders und Mitgesellschafter Frank LukasHorsthemke noch im Dezember 2009 zufrieden und optimistisch, jedochwaren schon zu diesem Zeitpunkt Gerücht über einen weiterenStellenabbau im Umlauf. Bereits ein gutes halbes Jahr zuvor hatte sichder Sender von nicht wenigen freien und festen Mitarbeitern getrennt.

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Weitere Quellen: dwdl.de, Deutsche Fernsehwerke, © iotas - www.photocase.de