Tom Schilling

Redaktion Von Redaktion

Tom Schilling ist einer der talentiertesten Schauspieler der jungen deutschen Film-Elite. Er wählt seine Rollen mit Bedacht, immer bemüht, nicht überpräsent zu sein auf den deutschen Mattscheiben und Leinwänden.

Tom Schilling ist einer der talentiertesten Schauspieler der jungen deutschen Film-Elite. Er wählt seine Rollen mit Bedacht, immer bemüht, nicht überpräsent zu sein auf den deutschen Mattscheiben und Leinwänden. Auf diese Art und Weise kann er sich die nötige Zeit für jedes seiner Projekte nehmen. Der wandlungsfähige Schauspieler ist nicht nur für schwule Jugendliche ein guter Grund, mal wieder das Kino zu besuchen.

Geboren am 10. Februar 1982, aufgewachsen in Berlin - Tom Schilling liebt diese Stadt. Besonders mag er die Größe, die ihm das Gefühl von Platz gibt. Doch die Liebe zu Berlin ist nicht der einzige Grund, warum er selbst nach seinen Kino-Erfolgen wie "Schlaraffenland" oder "Crazy" ganz normal jeden Morgen um zehn vor acht zu seiner Graffiti-Wänden gekennzeichneten Schule in Berlin-Mitte rannte. Seiner Auffassung nach lernt man dort viel mehr über das Leben als in schicken Internaten.

Auch seine Karriere begann in einer Berliner Schule - genauer gesagt auf dem Schulhof. Im Alter von 12 Jahren wurde er dort von Regisseur Thomas Heise angesprochen und für das Theaterstück "Im Schlagschatten des Mondes" am Berliner Ensemble engagiert. Dort trat Tom dann in den nächsten vier Jahren auch in anderen Stücken auf: "Moniseur Verdoux", "Der Ingwertopf" oder "Das Leben des Galilei" - um nur einige aufzuzählen.

1998 war es dann soweit. Der 17jährige Tom Schilling gab sein TV-Debüt als Halbstarker in Ben Verbongs "Tatort: Kinder der Gewalt". Im Jahr darauf war er in Friedemann Fromms "Schlaraffenland" in seiner ersten Kinorolle zu sehen. Schlagartig berühmt wurde er durch seine Rolle des Janosch Schwarz in Hans Christian Schmids Kinoerfolg "Crazy" im Jahre 2000. Hierfür wurde Tommit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Er spielte in "Crazy" an der Seite von Robert Stadlober und Julia Hummer. Ebenfalls 2000 entstand Brigitte Müllers Drama "Der Himmel kann warten", gefolgt von dem "Tatort: Tot bist du!" und "Weil ich gut bin", in denen Schilling erneut mit Julia Hummer zusammenspielte.

Nach seinen Lieblingsfilmen befragt, antwortet Tom: "Boogie Nights und 23." Er hört am liebsten ruhige Musik (z.B. Nick Cave) und würde seine besten Freunde, gute Filme und Musik auf eine einsame Insel mitnehmen. Eine richtige Traumfrau hat er nicht, aber es müsse einfach bei der Begegnung funken, erklärt er. Zu seinem Unglück hat er aber dauernd Pech bei den Frauen: "Es passiert mir, dass ich mich extrem verlieben kann - nicht häufig, aber heftig. Es ist dann entweder wahnsinnig toll oder wahnsinnig beschissen. Ich verliebe mich in Frauen, die nicht erreichbar sind. Ich weiß nicht, was das ist. Ich mache das nicht bewusst. Vielleicht sehne ich mich mehr nach der Traurigkeit als nach der erfüllten Liebe."

Aktuell ist Tom Schilling im Marc Rothemunds "Pornorama" auch wieder im Kino zu sehen. Ein Besuch lohnt sich. Nicht zuletzt, um in Toms wunderbar strahlenden Augen zu versinken.

Filmographie (Auswahl):

2007  Pornorama
2006  Schwarze Schafe
        Elementarteilchen
2005  Tatort: Wo ist Max Gravert? (TV)
        Die letzte Schlacht (TV)
2004  Agnes und seine Brüder
        Egoshooter
        Napola - Elite für den Führer
2003  Verschwende deine Jugend
2001  Herz im Kopf
2000  Der Himmel kann warten
        Crazy (Bayer. Filmpreis: Bester Nachwuchsdarsteller)
1999  Tatort: Kinder der Gewalt (TV)
        Schlaraffenland
1986  Die Stunde der Wahrheit (TV)

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: 2007 Constantin Film, München