Hillary Clinton: Schwules Paar im Wahl-Werbespot

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Hillary Clinton: Schwules Paar im Wahl-Werbespot

YouTube/Hillary Clinton

Hillary Clinton will bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 ins Weiße Haus einziehen. Im Video, in dem sie ihre Kandidatur verkündet, treten auch Schwule und Lesben auf. Ihre Botschaft: "Wenn die Familien stark sind, ist Amerika stark."

Hillary Clinton will 2016 Nachfolgerin von Barack Obama werden. Das hat sie vergangenen Sonntag verkündet. Die Frau von Ex-Präsident Bill Clinton wollte schon 2008 die erste Präsidenten der USA werden, scheiterte jedoch während der Vorwahlen an Parteifreund Obama.

Da gemäß US-amerikanischem Wahlrecht nach zwei Amtszeiten Schluss für Obama ist, wittert Clinton jetzt ihre Chance, ins Weiße Haus einzuziehen. Sie ist eine der erfahrendsten Politikern des Landes: Während ihr Mann 1993 bis 2001 Präsident war, hat sie deutlich an seiner Politik mitgewirkt. Außerdem war sie 2009 bis 2013 Außenministerin der USA.

Clinton will Obamas Linie treu bleiben

Zuletzt wurde Hillary Clinton dafür kritisiert, während ihrer Zeit als Ministerin eine private E-Mail-Adresse genutzt zu haben. Vor allem die Republikaner finden scharfe Worte, um der 67-Jährigen die Fähigkeit, eines der mächtigsten Länder der Welt zu führen, abzusprechen. Über ihr Wahlkampf-Logo wird vor allem in den sozialen Netzwerken gespottet. Es sehe aus, wie von Grundschülern mit Paint erstellt, twittern manche. Obama aber steht hinter ihr: Sie wäre eine "ausgezeichnete Präsidentin", sagte er. 

Aus dem demokratischen Lager wird sie wohl keine aussichtsreichen Kontrahenten haben. Bei den Republikanern wird jedoch erwartet, dass etwa ein Dutzend Kandidaten in den Vorwahlen darum buhlen wird, um am 8. November 2016 gegen Clinton antreten zu können.

Im Video, in dem sie ihre Präsidentschaftskandidatur verkündet hat, spricht sie ihre wichtigsten Themen an: Sie will sich für die Mittelschicht, soziale Gerechtigkeit, Frauen und Minderheiten einsetzen. Damit bleibt sie der Linie ihres Vorgängers treu, will aber auch eigene Akzente setzen, etwa über eine interventionistischere Außenpolitik.

Erster schwuler Wahlkampf-Manager

In "Getting Started", wie das Video heißt, treten auch ein schwules und ein lesbisches Paar auf. Im Film wird die ganze Palette der amerikanischen Gesellschaft gezeigt: Junge Mütter, ein College-Absolvent, eine Rentnerin, ein Arbeiter - und eben ein schwules Paar. "Ich bin seit Sommer mit jemandem verheiratet, der mir wirklich wichtig ist", sagt einer der beiden.

Während Hillary Clinton die Kernbotschaft des Videos sagt  "wenn die Familien stark sind, ist Amerika stark" wird auch ein lesbisches Paar gezeigt. Denn Familie besteht auch für sie nicht nur aus Mutter, Vater und Kind.

Mit Robby Mook hat Clinton zudem den ersten offen schwulen Wahlkampf-Manager bei einer Präsidentschaftswahl. Mook hat 2013 bereits den erfolgreichen Wahlkampf des demokratischen Gouverneurs Terry McAuliffe in Virginia geleitet.

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