USA: Hillary Clinton wirbt um Schwule

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
USA: Hillary Clinton wirbt um Schwule

YouTube/Hillary Clinton

Sie versucht es nochmal: Hillary Clinton will nächstes Jahr Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. In einem neuen emotionalen Spot spricht sie gezielt Homosexuelle an.

Am 12. April hat Hillary Clinton offiziell verkündet, dass sie Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika werden will. Bereits in ihrem ersten Spot kamen auch schwule und lesbische Paare vor. Nun widmet sie LGBTIQ*-Menschen ein ganz eigenes emotionales Video.

Es trägt den schlichten Titel "equal", also "gleich". Paare gestehen sich die Liebe füreinander, tanzen wild bei ihrer Hochzeit, machen sich Heiratsanträge - eine bunte Mischung aus dem Liebesleben von Schwulen und Lesben. Aber: Ihre sexuelle Orientierung steht nicht im Mittelpunkt. Nirgends wehen Regenbogenfahnen, von Klischees keine Spur. Kritiker könnten meinen, hier werden heteronormative Lebensentwürfe auf Homosexuelle übertragen. Andere freuen sich einfach, dass man einmal ohne Klischeebilder auskommt. 

"Die Geschichte von Amerika ist die Geschichte eines hart umkämpften Fortschritts, der bis heute weitergeht", sagt Clinton im Video. Es endet mit den Worten: "Manche sagen, LGBT-Rechte und Menschenrechte sind unabhängig voneinander. Aber eigentlich sind sie ein und dasselbe. LGBT zu sein, macht dich nicht weniger menschlich. Deshalb sind LGBT-Rechte Menschenrechte."

Bisher 16 Kandidaten der großen Parteien

Die 67-Jährige Demokratin wollte bereits 2008 Präsidentin werden. Damals unterlag sie in den Vorwahlen jedoch Barack Obama. Der darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal ums Präsidentenamt kandidieren und hat Clinton seine Unterstützung zugesagt. In seiner ersten Amtszeit war sie bereits Außenministerin gewesen. In den meisten Umfragen liegt sie sowohl innerhalb ihrer Partei als auch im Vergleich zu den Republikanern vorne.

Neben Clinton haben bereits drei andere Demokraten angekündigt, ins Rennen um die Präsidentschaft einzusteigen: Lincoln Chafee, Martin O'Malley und Bernie Sanders. Bei den Republikanern wollen bisher 13 Kandidaten an den Vorwahlen teilnehmen. Darunter sind Jeb Bush, der Bruder von Obamas Vorgänger George W. Bush, der libertäre Rand Paul sowie Immobilienmogul und Milliardär Donald Trump. In den Vorwahlen wird sich entscheiden, welche zwei Kandidaten sich am 8. November 2016 gegenüberstehen. 

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