Wieso ein Filmmonster zum LGBT-Meme wurde

Redaktion Von Redaktion
Wieso ein Filmmonster zum LGBT-Meme wurde

twitter.com/kehhbean

Ein Monsteraffe mit großem Gebiss, Hut und teuflischen Plänen – der Babadook hatte eigentlich keine guten Chancen, zum LGBT-Meme zu werden. Dank Netflix ist er es dennoch.

Falsche Kategorie oder heimliches Coming-out?

Irgendwo zwischen Primat, Mensch und Monster angesiedelt, übernimmt der Babadook den Körper von Mutter Amelia und will deren Sohn Samuel töten. Das alles umrahmt von hektischen Effekten, dunklen Träumen und mysteriösen Erscheinungen. Das ist der Plot zu einem tatsächlich gelungenen Horrorfilm. Irgendwo in den Weiten von Netflix rutschte der Film dennoch versehentlich in die LGBT-Sparte. Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung.

Tumblr/taco-bell-rey

Bei Netflix in die falsche Kategorie gerutscht.

Bei Netflix in die falsche Kategorie gerutscht.

Ein Tweet, der das Monsterleben verändert

In jedem Fall ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Gratulationen zum Coming-out und Bilder vom Babadook mit Regenbogenfahne machten schnell die Runde. Zum endgültigen Erfolg als LGBT-Star verhalf dem Monster wohl ein Tweet des schwulen Twitter-Users Jacob Bullard - beziehungsweise die zahlreichen Likes und Weiterzwitscherer als Reaktionen darauf. 

Ein Monster mit Mission

So zufällig die Geburt des Memes auch war, übermittelt der neue Held dennoch eine Botschaft. Quasi sinnbildlich steht sein schreckliches Aussehen im Widerspruch zu seiner Eigenschaft als sympathische Figur der LGBT-Bewegung. Das erinnert ein wenig an die geschichtliche Entwicklung der Szene – und jedes persönliche Coming-out, das mit Vorurteilen behaftet ist.

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