Endlich raus!

Redaktion Von Redaktion

Wenn du ausziehst, denkst du dein schwules Leben kann jetzt richtigbeginnen. Doch wie sollte man als junger Schwuler wohnen? Wir geben direinen kleinen Überblick über die Möglichkeiten.

Jeden Spätsommer vollzieht sich quer durch die ganze Republik ein jährliches Ritual. Heulende Mütter und einsame Hunde sind die Opfer dieser Tragödie. Der Kleine zieht aus, um fleißig an der Uni zu studieren! Du bist schwul? Ungeoutet ? Dein schwules Leben kann spätestens jetzt beginnen! Aber wie sollte man denn als Jungschwuppe wohnen? Ist die eigene Singlewohnung das Nonplusultra? Das sind alles Fragen die du dir jetzt stellen musst.

Wohngemeinschaften : Spaßig zum moderaten Preis

Mit Freunden in eine Wohnung ziehen? Eigentlich eine perfekte Sache. Durch die Möglichkeit sich Infrastruktur wie Bad, Küche und Internet auch preislich zu teilen, ist es auch für den kleineren Geldbeutel bezahlbar. Zusätzlich gibt es immer jemanden, den man belästigen kann. Negativ ist nur das Problem, wenn jemand auszieht. Ziehen dann alle um, oder wer rückt in die WG nach? Über andere Sachen wie Putzdienste und Finanzfragen kann man sich ja in den meisten Fällen noch gut verständigen, man kennt ja schließlich seine Pappenheimer. Falls du bisher noch ungeoutet sein solltest, hast du nun die Wahl dies nachzuholen oder weiterhin dein Versteckspiel zu treiben. Erfahrungsgemäß achten Freunde aber darauf, wen du da in die Wohnung mitbringst.

Wohnheim: wenig Platz, möbliert und unschlagbar günstig

 Du willst so wenig wie möglich für deine Wohnung ausgeben? Dann ist das Wohnheim wohl die perfekte Wahl. Meist gibt es in privaten, wie universitären Wohnheimen die Wahl zwischen WG und Appartementwohnung. Für eine WG mit Leuten, die man nicht kennt, muss man wohl geboren sein, denn das ist nicht für jeden etwas. Vor allem über Themen wie den monatlichen Putzdienst lässt sich mit unbekannten Personen wohl schlechter streiten, als mit Freunden. Aber auf jeden Fall ist das Wohnheim eine ideale Möglichkeit wirklich viele Leute kennen zu lernen und auch solch eine WG kann so richtig gut werden. Spaß ist, was du draus machst! Als junger Schwuler sollte man meiner Meinung nach eher ein Appartement beziehen. Man weiß ja nun doch nicht genau wie die Mitbewohner darauf reagieren und Mitbewohner aus anderen Kulturkreisen können möglicherweise auch ein Problem darstellen.

Singlewohnung: teuer ist sie, die absolute Freiheit

Du hast Geld? Du willst Freiheit? Dann hast du ja deine Wohnform gefunden! Die Vorteile liegen auf der Hand. Du kannst kommen und gehen wann du willst und mit wem du es willst. Die ultimative Verantwortung liegt in diesem Fall bei dir. Gewöhnungsbedürftig ist aber sicherlich die ungewohnte Stille. Da ist halt niemand, den man mal eben stören kann, was aber sicherlich zum lernen auch mal ganz positiv ist.

Ein paar hilfreiche Anmerkungen:

  1. Beziehe niemals eine Wohnung, bei der dein Vermieter im gleichen Haus wohnt. Vermieter sind von Natur aus sehr neugierig und scheuen auch mal nicht davor zurück die Wohnung zu betreten.
  2. Du bist noch halbwegs jung und wirst wohl in den nächsten Monaten keine Kinder bekommen. Also suche dir eine Wohnung mit sehr guten Verkehrsverbindungen. Eine halbe Stunde bis zum Bahnhof ist auf jeden Fall schon zu weit.
  3. Wenn du nicht grade im Wohnheim wohnst, solltest du dir finanzielle Rücklagen von ca. 1000 bilden, denn die nächste Stromrechnung oder Unkalkulierbares kommt bestimmt.
  4. Informiere dich über Hausratversicherungen und andere Absicherungen, denn im Schadensfall sollte man versichert sein! Das ist bei weitem kein Posten an dem man sparen sollte.
  5. Kläre alles exakt im Mietvertrag. Mündliche Zusicherungen sind nichts wert.
  6. Kontrolliere die technische Einrichtung vor der Vertragsunterzeichnung auf ihre Funktionstüchtigkeit und halte auch alle Schäden an der Wohnung fest. Vielleicht kannst du ja noch die eine oder andere Miete sparen.

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Weitere Quellen: Bilder Photocase.de