Freizeittipp: Wandern

Redaktion Von Redaktion

Die Sonne scheint, die Vögelein zwitschern, der Tatendrang wächst. Raus an die frische Luft lautet die Devise! Ein flammendes Plädoyer für eine vorurteilsbeladene Sportart: das Wandern.

Eine jede Couchpotatoe hat irgendwo tief im Innern ein schlechtes Gewissen. Und gerade jetzt,  wo man im April schon in Shorts und T-Shirt schwitzend auf der schattigen Terrasse sitzt, ist der Drang, einfach mal wieder vor die Tür zu kommen, besonders intensiv. dbna fragt: Warum nicht mal wieder ... wandern?

Wandern. Natürlich, im ersten Moment klingt das schon ein wenig spießig. Das machen doch eher Frührentner und Kleinfamilien, oder? Denkste! Spaß am Wandern kann jeder haben. Besonders heutzutage, wo man an jeder Ecke Gefahr läuft von einer Lawine keuchender und schwitzender Nordicwalking-Presswürste niedergewalzt zu werden, erscheint es dem  sportlichen Naturfreund durchaus reizvoll, sich durch das einfache "Old-School-Wandern" ein wenig von der Masse der Trendsportarten abzugrenzen.

Und warum auch nicht? Wandern ist doch im Prinzip die älteste Sportart der Welt. Schon Höhlenmenschen legten auf ihren Jagdzügen enorme Strecken zurück, wenn sie ein verwundetes Tier über Tage zu Tode hetzten. Das kilometerweite Laufen liegt dem Menschen also doch im Blut, auch ohne eine 300 Euro teure Nordicwalking-Ausrüstung. Nun, in heutigen Zeiten müssen wir unserem Abendessen glücklicherweise nicht mehr hinterherlaufen, und dennoch macht es Spaß sich zu bewegen. Dabei ist es auch völlig egal, wie schnell oder langsam man ist. Ziel ist es, einfach mal wieder draußen zu sein und den provisorischen Spaziergang mal über mehrere Stunden auszudehnen.

Das Schöne dabei ist auch, dass man das Naturerlebnis auf unterschiedlichste Art und Weise begehen kann: Allein oder in der Gruppe, gemütlich oder ausdauernd, weil man die umgebende Flora und Fauna entdecken will oder weil man als Sportsmann einfach mal herausfinden will, wie viele Kilometer am Tag man eigentlich laufen kann. Wie viel ist denn eigentlich ein Tagesmarsch? Nun, das kannst du alles herausfinden. 

Wenn du auf dem Land lebst, liegen die besten Strecken im günstigsten Fall direkt vor der Haustür. Als Stadtmensch hast du eventuell größere Schwierigkeiten, einen geeigneten Weg zu finden, denn für eine richtig lange Wanderung ist der Stadtpark wohl eher zu klein. Am besten besorgst du dir in diesem Fall eine topographische Karte deiner Umgebung und guckst, wo es ausgewiesene Wander- oder Radwanderwege gibt. Manchmal musst du gar nur ein paar Stationen mit der U-Bahn oder dem Bus fahren, um in eine schöne Gegend zu kommen.

Sonst braucht es zum Wandern nicht viel, aber ein paar Dinge solltest du schon beachten:

1. Festes Schuhwerk: Logisch, mit den neuen Gucci-Schuhen solltest du nicht in die Natur. Aber besonders wenn du in unebenem Gelände wanderst, solltest du darauf achten, dass deine Schuhe mindestens knöchelhoch sind. Du kannst schneller umknicken als du glaubst - und jeder, der das schon mal erlebt hat, kann bezeugen wie unschön das ist. In so einem Fall ist es natürlich auch immer gut, ein wenig Verbandszeug oder zumindest ein Handy dabeizuhaben (Vorsicht: man vergisst gerne, dass Handys gerade in ländlichen Gebieten nicht überall Empfang haben).

2. Landkarte: Für die Planung unverzichtbar, aber auch nach dem Aufbruch ist es immer gut, eine Karte dabei zu haben, denn nichts ist ärgerlicher als nach zwei Kilometern schon wieder vor einer Hauptverkehrsstraße zu stehen, weil du einmal die falsche Abzweigung erwischt hast. Auch spontane Entscheidungen, wo es lang gehen soll, triffst du lieber mit Hilfe der Karte, denn du kannst dich in den Entfernungen leicht mal verschätzen und dir zu viel zumuten. Für völlig orientierungslose kann auch ein Kompass nicht verkehrt sein.

3. Zecken? Je nachdem, wo du wohnst, kann es draußen Gefahr durch Zecken geben. Gerade in Süddeutschland ist die Gefahr groß, sich bei einem Zeckenbiss mit Borreliose oder FSMH, einer Hirnhautentzündung, zu infizieren. Gegen letztere gibt es eine Impfung, die du in Anspruch nehmen solltest, wenn du auf Nummer sicher gehen willst. Ansonsten solltest du beim Wandern möglichst lange Kleidung tragen, um so zu verhindern, dass die auf Gräsern und Sträuchern lebenden Zecken sich direkt auf die Haut abstreifen lassen. Wie du am besten verfährst, wenn du auf deiner Haut eine Zecke findest, erfährst du in einer Apotheke oder beim Arzt!

Wenn du diese paar Sachen beherzigst, nicht vom "rechten Wege" abkommst und dem großen bösen Wolf misstraust, sollte es eigentlich keine großen Schwierigkeiten mehr geben. Also, viel Spaß und schöne Naturerlebnisse wünscht dir dein dbna.

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Weitere Quellen: Bilder: photocase.com