Es gibt nichts schöneres im Winter, als sich in eine flauschige Deckeeinzuwickeln, ein paar Kerzen anzuzünden, eine DVD zu gucken und dabeieine Tasse Tee zu trinken. Wir geben dir wichtige Tipps für dasultimative Wellness-Erlebnis!

Der Winter kann schon eine verdammt deprimierende und einsame Jahreszeit sein. Draußen ist es bitterkalt, die Sonne lugt nur wenn überhaupt - alle paar Stunden mal zwischen den Schneewölkchen hervor, auf den matschigen weiß-braunen Straßen ist viel weniger los als sonst und einen süßen Jungen der dich wärmen könnte hast du zur Zeit leider auch nicht an deiner Seite. Grund genug, es dir zuhause so richtig gemütlich zu machen. Wickel dich in eine flauschige Decke ein, mach ein paar Kerzen an, leg einen schönen Film in den DVD-Player und gieß dir eine leckere Kanne heißen Tee auf. Tee? Tee! Aber was gibt es für unterschiedliche Sorten? Wie wirken die von innen wärmenden Getränke, für die man vor allem in Japan teilweise horrende Summen auf den Tisch blättert? Und wie wird Tee richtig zubereitet? Wenn du Lust hast, dann laden wir dich gerne ein, mit uns ein paar Minuten in die faszinierende Welt des Tees einzutauchen, all diese Fragen zu klären und dir noch einige weitere interessante Details zu den leckeren und gesunden Blättern ins Ohr zu flüstern.

Erstmal eines vorneweg: Klar, es gibt viele wirklich tolle Kräutertees. Und auch mit Früchten, Wurzeln oder verschiedenen Blüten kann man so einiges anstellen. Aber streng genommen sind das alles keine richtigen Tees. Denn sie haben rein gar nichts mit den zarten Teesträuchern zu tun, deren korrekter Anbau eine Wissenschaft für sich darstellt. Deshalb wirst du in diesem Artikel auch nichts darüber erfahren.

Die kostbaren Teepflanzen werden über den gesamten Globus verteilt angebaut, hauptsächlich aber in Indien, China und Japan. Dort sind mitten in den riesigen Teegärten oft ganze Dörfer angesiedelt, deren komplette Bevölkerung sich mit der Aufzucht und Ernte der Pflanzen beschäftigt. Je nach Erntezeit, Blattform, Boden, Klima sowie Verarbeitungsverfahren unterscheiden sich die Tees teilweise enorm in ihrem Geschmack. Von kräftig und würzig über malzig, rassig und nussig bis hin zu zart und blumig reicht die Bandbreite. Kaum ein Tee schmeckt wie der andere. Schwarzer Tee wird in aller Regel von einer anderen Teestrauchart gewonnen als der Grüne Tee die beiden Sorten unterscheiden sich aber vor allem in ihrer Verarbeitung. Während Schwarzer Tee während des Prozesses fermentiert wird, verhindert man dies bei Grünem Tee. Die Blätter behalten ihre Farbe, ihren vollen Geschmack und nahezu alle im frischen Blatt enthaltenen Wirkstoffe (Vitamin A und B, Kalium, Magnesium, Kupfer, Zink und vieles mehr). Insbesondere Grüner Tee ist also nicht nur lecker, sondern auch noch sehr gesund. Tee vitalisiert von innen, tut gut und wirkt entspannend.
Kaufen kannst du sowohl Schwarzen als auch Grünen Tee in allen erdenklichen Formen: aus China stammende kleine, gerollte Kügelchen, japanischen Matcha-Grüntee (kostet oft ein halbes Vermögen) der zu Pulver zermahlen wurde und sich nur mit einem besonderen Bambusbesen zubereiten lässt, klein geschnittene Blätter in normalen Teemischungen von beispielsweise Ronnefeld oder Tee Gschwendner oder handelsübliche Teebeutel, die übrigens vor allem wegen ihres krümeligen Inhalts von den meisten Teeliebhabern gemieden werden. Du kannst Tee entweder in seiner reinen Form ohne Zugabe irgendwelcher Zutaten oder Stoffe erwerben oder aber Teemischungen mit Gewürzen, Blättern und vielem mehr. Am beliebtesten sind aromatisierte Tees, bei denen meist künstliche Aromastoffe den vorwiegenden Geschmack und Geruch der Mischung prägen. Darunter fällt z.B. auch der besonders in England beliebte Earl Grey.

Tee-Ei in die Tasse, Wasser auf den Herd, Temperatur aufdrehen, blubbern lassen, ab in die Tasse damit und dann den Tee ein paar Minuten ziehen lassen bis du wieder von der Toilette zurück bist. Falsch! Ganz falsch! Zuerst einmal ist es wichtig, dass das Wasser für den Tee geeignet ist, denn der ganze Geschmack des Tees entfaltet sich nur in sog. "weichem Wasser". Das was da aus dem Wasserhahn tropft ist je nach Region mehr oder weniger "hartes Wasser", welches so einige Dinge enthält, die wir lieber nicht im Tee hätten. Um das Problem zu lösen, gibt es Wasserfilterbehälter die aus dem harten Nass weiches Wasser zaubern. Die sind durchaus bezahlbar mit etwa 15 Euro bist du dabei, musst aber ungefähr alle vier Wochen die Filterkartusche wechseln. Ist das Wasser gefiltert, kannst du es auf dem Herd oder in einem Wasserkocher zum kochen bringen. Damit am Ende aber nicht irgendein seltsam schmeckendes Etwas in deiner Tasse landet, muss der Tee beim Aufgießen die richtige Temperatur haben. Bei Schwarzem Tee kannst du sofort nach dem Aufkochen loslegen. Grüner Tee ist da allerdings schon weit empfindlicher und möchte in aller Regel je nach Sorte eine Aufgusstemperatur zwischen 60°C und 75°C (erst aufkochen, dann abkühlen lassen) haben. Wenn bei deinem Tee keine Temperaturangaben dabei sind, dann leg dich einfach auf ca. 70° fest. Um die zu bestimmen gibt es spezielle Teethermometer du kannst das Wasser nach dem Kochen aber auch einfach ein paar Minuten lang offen stehen lassen. Anschließend gibst den Tee (je nach Sorte zwischen vier und sieben Teelöffel auf einen Liter Wasser) in einen Papierteefilter, in ein nicht zu kleines Filtersieb oder in eine Teekanne mit integriertem Filter und gießt das heiße Wasser darüber. Tee-Eier und andere Behältnisse in denen nicht viel Platz ist eignen sich eher weniger für die Zubereitung, denn in den engen Räumen haben die Geschmacksstoffe des Tees nicht genügend Freiraum, um sich voll zu entfalten.

Je nach Teesorte musst du ihn jetzt eine gewisse Zeit ziehen lassen. Schwarzer Tee benötigt zwischen 2 und 4 Minuten. Grüner Tee will 1 ½ bis 3 Minuten lang ziehen. Wieder einmal hängt beim Grünen Tee die genaue Zeit von der Sorte ab. Mit 2  Minuten solltest du aber in aller Regel richtig liegen sofern du keine genaueren Angaben auf deiner Packung hast. Ist die Zeit abgelaufen, hast du es endlich geschafft: Teatime! Jetzt vielleicht noch ein paar Stückchen weißen Kandis (brauner Kandis verfälscht das Aroma) in die Tasse, dann kannst du es dir schmecken lassen. Ostfriesen genießen ihren Schwarzen Tee (normalerweise Assam-Mischungen) mit einem großen Stück weißem Kandis ("Kluntje" genannt) und einem guten Schuss süße Sahne die genau wie das Kluntje nicht verrührt wird. Man trinkt sich also durch drei leckere Schichten: Zuerst die Sahne ("der Himmel"), dann den ungesüßten Teegeschmack ("das Wasser") und schließlich die Süße des Kluntje ("das Land"). Reine Schwarze Tees wie feine Darjeelings und reine Grüne Tees werden übrigens in aller Regel wegen ihres zarten Aromas ungesüßt getrunken. Grüne Tees kannst du zwei bis fünf Mal aufgießen, bei Schwarzen Tees ist nach dem ersten Aufguss schluss.  

Na, alle Klarheiten beseitigt? Vielleicht denkst du dir jetzt "Boah, die übertreiben es aber gewaltig!". Natürlich musst du nicht alles so wie oben beschrieben befolgen. Aber glaub uns: Man schmeckt den Unterschied. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß in der Welt des Tees!

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