Was hilft gegen rote Nasen?

Redaktion Von Redaktion

Verstopfte Nase, kratzender Hals, belegte Stimme – eine Erkältung, na toll! Doch was lässt sich dagegen tun? Welche Hausmittel wirken gegen die Beschwerden? Helfen Antibiotika? Und wann solltest du besser zum Arzt gehen?

Im Winter hat die Erkältung Hochkonjunktur. Über das Jahr hat jeder von uns zwei bis vier Erkältungen. Die Symptome sind lästig: Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Niesen. Manchmal kommen auch noch Kopfschmerzen und leichtes Fieber dazu. Doch auch wenn eine Erkältung mal schwerer verläuft, darf man sie nicht mit einer Grippe verwechseln. dbna klärt auf, was du gegen Erkältungen tun kannst und wann du besser zum Arzt gehst.

Was ist eine Erkältung?

Erkältungen werden ausgelöst durch Viren. Die setzen sich in Nase und Rachen fest und führen dort zu Entzündungen. Das tut weh und sorgt dafür, dass der Körper sich wehrt, etwa indem er mehr Schleim produziert. Die Entzündung kann auch auf die Nasennebenhöhlen, die Mandeln und den Kehlkopf übergreifen. Dann kommen zu den klassischen Symptomen wie Schnupfen und Halsschmerzen schnell Kopfschmerzen, Fieber und Heiserkeit hinzu.

Wie gefährlich ist eine Erkältung?

Auch wenn du dich bei einer Erkältung meist schlapp fühlst und Schmerzen hast, ist die Erkrankung an sich nicht gefährlich. Doch weil die Erkältung den Körper schwächt, haben andere Krankheitserreger leichtes Spiel. Wenn sich neben Erkältungsviren noch Bakterien einnisten oder wenn du dich mit Grippeviren angesteckt hast, brauchst du ärztliche Hilfe.

Was ist eine Grippe?

Auch eine Grippe wird durch Viren ausgelöst. Allerdings sind das andere Viren als bei der Erkältung. Gewöhnlich haben Grippe-Patienten hohes Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Leichte Formen der Grippe können mit einer schweren Erkältung verwechselt werden. Eine Grippe ist eine ernsthafte Erkrankung und kann unter Umständen sogar tödlich enden.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Es gibt Anzeichen, die darauf hinweisen, dass die Krankheit gefährlich ist. Kritisch wird es, wenn du hohes Fieber (über 38 °C), stärker werdende Beschwerden oder Schmerzen in der Brust hast, wenn sich der ausgeschnaubte oder ausgehustete Schleim verfärbt oder wenn die Beschwerden nach etwa einer Woche nicht nachlassen. Dann solltest du dringend zum Arzt gehen.

Helfen Antibiotika gegen eine Erkältung?

Gegen Erkältungsviren können Antibiotika nichts ausrichten. Denn sie wirken nur gegen Bakterien. Außerdem haben Antibiotika häufig Nebenwirkungen wie Durchfall oder Übelkeit. Antibiotika können aber sinnvoll sein, wenn man sich neben der Erkältung noch mit Bakterien angesteckt hat. Verfärbter Schleim kann hierfür ein Anzeichen sein.

Was hilft denn wirklich gegen eine Erkältung?

Gegen die Viren, die eine Erkältung auslösen, kann man nichts tun. Denn die Viren wandeln sich sehr schnell und es gibt sehr viele Arten von ihnen. An Medikamenten gegen die Erkältungsviren wird aber geforscht. Bisher kann man nur die Krankheitszeichen behandeln. Davon geht aber die Erkältung nicht schneller vorbei, sie wird nur erträglicher.

Wichtig ist es, sich zu schonen und warm zu halten, etwa mit einem Schal, durch ein warmes Bad oder durch warme Wickel. Trockene Heizungsluft ist eher schädlich. Deswegen solltest du mehrmals am Tag kräftig lüften.

Was kann ich gegen Schnupfen tun?

Solange nur die Nase läuft, ist der Schnupfen meist zu ertragen. Dann solltest du versuchen, dass der Schleim weiter flüssig bleibt. Hier können Inhalationen mit aufgebrühter Kamille oder Salzlösungen helfen.

Auch Nasensprays mit Meersalz helfen, die Nasenschleimhäute feucht zu halten. Ist die Nase erst einmal verstopft, können auch medizinische Nasensprays oder Nasentropfen helfen, die die Schleimhäute abschwellen lassen. Auch wenn die dich ziemlich schnell wieder durch die Nase atmen lassen, solltest du sie nicht länger als eine Woche einsetzen. Sonst riskierst du, von ihnen abhängig zu werden.

Auf keinen Fall solltest du so stark schneuzen, dass Schleim in den Verbindungsgang zum Ohr gedrückt werden. Der kann dort für eine Entzündung sorgen.

Was hilft gegen Halsschmerzen?

Schmerzlindernd wirken Kräutertees aus Kamille, Salbei oder Pfefferminze. Auch Kräuterbonbons wirken. Wenn die Schmerzen schlimmer werden, können auch medizinische Lutschpastillen helfen. Sie desinfizieren den Rachen und sorgen dafür, dass die Schmerzen einige Zeit aussetzen.

Wie viel helfen Kombinationsmedikamente?

In der Apotheke gibt es Kapseln und Säfte, die verschiedene Erkältungssymptome gleichzeitig lindern. Sie bestehen aus verschiedenen Wirkstoffen, die fiebersenkend, hustenstillend und abschwellend auf die Schleimhäute wirken. Diese Medikamente wirken nicht gegen die Erkältungsviren. Ganz ungefährlich sind diese Medikamente auch nicht.

Nach der Einnahme einiger Medikamente darfst du für mehrere Stunden kein Auto fahren. Wenn man den Hustenreiz zu lange unterdrückt, steigt die Gefahr für eine Lungenentzündung. Denn Husten ist ein wichtiger Abwehrmechanismus unseres Körpers, um Krankheitserreger aus der Lunge zu entfernen. Auch wenn die Medikamente dafür sorgen, dass du dich schnell besser fühlst, bist du nicht gesund. Du kannst immer noch andere Menschen anstecken.

Auch solltest du die Medikamente auf keinen Fall länger einnehmen, als in der Packungsbeilage beschrieben. Wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht nachlassen, solltest du zum Arzt gehen.

Wie kann ich mich und andere vor einer Erkältung schützen?

Erkältungsviren werden häufig über unsere Hände übertragen. Auch wenn das zuerst komisch klingt: Mit den Händen fassen wir Taschentücher, Türklinken oder Haltegriffe in der U-Bahn an, an denen die Viren haften. Unsere Hände kommen häufig in die Nähe von Mund und Nase und dann können die Viren übertragen werden. Deswegen hilft es, sich häufig die Hände zu waschen.

Außerdem solltest du häufig neue Taschentücher benutzen, wenn du erkältet bist. Auch Küssen und Umarmen solltest du dann besser sein lassen, auch wenn es schwer fällt. Aber nach ein paar Tagen ist die Erkältung hoffentlich vorüber.

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