Modern Family-Star: Reid Ewing ist schwul

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer

Ziemlich elegant erklärt der 27-jährige Schauspieler auf Twitter, dass er homosexuell ist. Er ist bekannt aus der Serie "Modern Family". Außerdem spricht er über seine Sucht nach Schönheits-OPs.

Seit der ersten Staffel "Modern Family" spielt Reid Ewing den Freund von Haley. Seine Rolle Dylan ist zwar süß, aber genauso verplant und dümmlich. Jetzt hat sich der 27-jährige Schauspieler über Twitter geoutet.

Wobei: Geoutet ist eigentlich das falsche Wort. Reid hat es nämlich ziemlich geschickt gemacht. In einem Gastbeitrag der amerikanischen Huffington Post schrieb er ganz offen darüber, wie unzufrieden er mit seinem Aussehen war.

"Ich wollte nicht, dass mich irgendjemand so sieht"

Aus dieser Störung, die als Dysmorphophobie bekannt ist, folgten unzählige Schönheitsoperationen. "Niemand sollte so hässlich sein", dachte der Schauspieler damals, als er frisch nach Los Angeles gezogen ist.

Mit 19 legte er sich zum ersten Mal unters Messer. "Ich habe geglaubt, dass ich nach einer Behandlung plötzlich wie Brad Pitt aussehen würde." Doch mit den Wangenimplantaten war er alles andere als glücklich. "Ich wollte nicht, dass mich irgendjemand so sieht, also habe ich mich komplett isoliert."

"Eher ein psychologisches als ein ästhetisches Problem"

Er ist von Arzt zu Arzt gerannt. "Jede OP hat neue Probleme verursacht, die ich mit einer neuen OP lösen musste", schreibt der Schauspieler. Heute übt er scharfe Kritik an den Ärzten: "Keiner hat vorgeschlagen, zu einem Psychologen zu gehen, denn es war eher ein psychologisches als ein ästhetisches Problem, das ich hatte."

Nachdem der Artikel veröffentlicht wurde, hat auch die Nachrichtensendung "Good Morning America (GMA)" darüber berichtet. Das Magazin erzählte noch dazu die Geschichte von Eugene Bata, der ein ähnliches Schicksal wie Reid teilte.

Geschicktes Coming-out auf Twitter

Danach postete der Schauspieler auf Twitter: "Ich habe Eugene Bata bei GMA im Beitrag über Symorphophobie gesehen. And ich muss sagen, er ist verdammt heißt."

Auf die Frage, ob er sich mit dem Tweet gerade geoutet hat, reagierte er souverän: "Ich war nie drinnen" - eine Anspielung auf die englische Phrase "to come out of the closet", die fürs Coming-out steht.

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