Schmutziger Sex

Redaktion Von Redaktion

Wenn man an "schmutzigen Sex" denkt, kommen einem wahrscheinlich gleich richtige Sauereien in den Kopf. Und die meisten davon wirken auf die Mehrheit ziemlich abstoßend. Dabei ist das Thema vielschichtiger, als man vielleicht denken mag. Von Pheromonen, Sahne, Sekt und Stränden...

Wenn man an schmutzigen Sex denkt, kommen einem wahrscheinlich gleich richtige Sauereien in den Kopf. Und die meisten davon wirken auf die Mehrheit ziemlich abstoßend. Dabei ist das Thema vielschichtiger, als man vielleicht denken mag. Denn was bedeutet das schon - schmutziger Sex? Wo fängt das an? Und wie weit geht das? Wir geben dir eine kleine Übersicht.

Immer schön sauber bleiben?

Manch einer kennt das vielleicht: Man ist mit seinem Partner im Bett und möchte gerne mit ihm schlafen. Er riecht total geil und seine Haut ist ganz leicht salzig, wenn man sie mit der Zunge berührt. Und dann schlägt er vor, noch mal eben schnell unter die Dusche zu springen. Nicht unbedingt die schlechteste Idee, wenn man zur Abwechslung mal unter der Dusche... aber danach steht einem im Moment nicht so wirklich der Sinn -  gerade weil er heute Morgen zuletzt duschen war und jetzt am Abend die volle Bandbreite seiner Erotik versprüht. Ein Hauch seines Deos, ein guter Teil seines natürlichen Körperduftes und eben dieser wahnsinnige Geschmack seiner Haut, seiner Küsse. Für gewöhnlich kommt ja auch kaum jemand auf den Gedanken, sich vor dem ersten Kuss nochmal schnell die Zähne zu putzen. Klar, Hygiene ist eine gute Sache. Immer klinisch rein kann aber auch ganz schön langweilig sein.

Was Trieb alles ausmacht

Der Grund, weshalb es manch einem besser gefällt, wenn der Mensch neben einem nach sich selbst duftet, liegt unter anderem in den Pheromonen begründet, die man zum Beispiel über den Körperschweiß absondert. Pheromone sind chemische Substanzen, die der unterbewussten Kommunikation zwischen Menschen dienen. Durch das so genannte "Jacobsonsche Organ" in der Nase nehmen wir Pheromone unseres Gegenübers völlig unbewusst wahr - und unser Gehirn entscheidet unter anderem auch darauf beruhend, ob wir denjenigen anziehend finden oder eben nicht.
Jeder Mensch sondert am Tag im Schnitt einen halben Liter Schweiß ab. Frisch geduscht ist der körpereigene Duft aber fast völlig verschwunden. Da geht bei manch einem die Erotik ganz schnell flöten. Du siehst also, dass es von der Natur gewollt ist, dass wir bestimmte Gerüche mögen. Vielleicht hast du schonmal irgendwo gelesen, dass es Jungs gibt, die den markanten Duft von Füßen oder getragenen Socken mögen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass dieser Geruch so penetrant wie der Vorhof der Unterwelt sein soll. Hier ist lediglich eine der Hauptkomponenten zwischenmenschlicher Erotik zu finden - im Geruch. Die Redewendung "man könne einen Menschen gut riechen" kommt übrigens genau daher. Unsere Nase bestimmt, mehr unbewusst als bewusst, zu einem nicht gerade kleinen Teil über unsere Sympathien anderen gegenüber - und über unseren Sexualtrieb.

Alles Sahne, oder was?

Es gibt aber auch noch andere Bereiche, in denen es nicht mehr so ganz sauber zugeht. Sicher kennst du Spiele, bei denen Lebensmittel zum Einsatz kommen. Klassisch ist die Erdbeer-auf-Sahne-auf-Nippel-Phantasie, oder der perlende Champagner, den man direkt aus dem Bauchnabel schlürft, bevor man sich in tiefere Regionen des Körpers voranarbeitet. Oder wie stehts mit sommerlichem Sex auf einer einsamen Waldlichtung? Ein romantischer Sonnenuntergang am Strand, der mit dem richtigen Jungen in der richtigen Situation in der Brandung seinen Höhepunkt erreicht? Auch hier geht es nicht gerade steril zu. Erde und Tau, Sand und Meerwasser, das ergibt schon eine recht matschige Mischung. Aber gerade das ist für viele Menschen ein Reiz, den sie gerne einmal ausprobieren würden. Und kannst du dir vorstellen, wie die romantisch verklärte Liebe im Heu von ganz eigenen Gerüchen und Staub geprägt wird? Gerade das macht es für viele so reizvoll.

Übrigens: Wenn du im Internet auf den Begriff "Dirty" "schmutzig" stößt, dann bedeutet das Spiele mit zum Beispiel Urin.

Mehr als sauber - viel mehr

Es ist egal, was du beim Sex bevorzugst. Wenn du einen Vorher-Nachher-Duschfimmel hast, dann sei dir das unbenommen. Wenn du zu denen gehörst, die es erotischer finden, mit Naschereien das Knabbern am Körper des anderen zu versüßen oder du die wilden Aspekte der Natur gerne mal mit einbeziehst, bist du auch alles andere als schief gewickelt. Ganz wichtig ist nur, dass du niemanden beurteilst, wenn ihn eine andere Phantasie im Liebesspiel beflügelt, die dir noch nie in den Sinn gekommen ist. Sex ist schließlich wie das Leben: vielschichtig und voller Möglichkeiten.

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Weitere Quellen: Bilder: photocase.com